MEDIENMITTEILUNG
Medizinische Onkologie am Kantonsspital Winterthur erweitert Angebot
Ambulante Chemotherapien von hoher Qualität
Die Medizinische Onkologie am Kantonsspital Winterthur wurde im Osttrakt neu eingerichtet. Die hellen, freundlichen Räumlichkeiten bieten zwei wesentliche Vorteile: Erstens stehen 12 statt wie bisher 8 Therapieplätze zur Verfügung. Und zweitens konnte dank dem neuen Platzangebot auch die Zentrale Zytostatika-Zubereitung in die Medizinische Onkologie integriert werden. Die Spitalapotheke kann damit alle für Chemotherapien notwendigen Medikamente (Zytostatika) unter höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards vor Ort herstellen. Für die ambulanten Patienten verkürzen sich die Wartezeiten. Sie finden in der Medizinischen Onkologie am KSW ideale Bedingungen für die Behandlung vor. Die Medizinische Onkologie ist Teil des Tumorzentrums Winterthur am KSW, in dem alle onkologischen Disziplinen vernetzt sind. 28.8.2008
In der Medizinischen Onkologie am KSW ist die Zahl der Konsultationen und der Chemotherapien in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Um dem erhöhten Bedarf gerecht zu werden, wurde die Medizinische Onkologie in grosszügigeren Räumen im Osttrakt untergebracht. Dort stehen neu zwölf statt bisher acht Behandlungsplätze zur Verfügung. Der Leiter der Medizinischen Onkologie, PD Dr. med. Miklos Pless, erwartet, dass sich die Abläufe am neuen Ort gut einspielen und dass die Wartezeiten für ambulante Patienten dadurch sinken werden. Er geht davon aus, dass täglich rund 20 bis 30 Behandlungen durchgeführt werden können. Aber nicht nur logistisch und organisatorisch kann die Medizinische Onkologie besser auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen. Dank der Integration der Spitalapotheke findet die Medikamentenherstellung nun vor Ort in der Medizinischen Onkologie statt.
Hohe Qualitäts- und Sicherheitsansprüche bei der Herstellung von Zytostatika erfüllt
Die Spitalapotheke am KSW betreibt innerhalb der Medizinischen Onkologie einen Reinraum. In dieser Zentralen Zytostatika-Zubereitung (ZZZ) werden Zytostatika (Medikamente für Chemotherapien) vor Ort und unter strengsten Sterilitätsbedingungen hergestellt. Qualität, Sicherheit und Standort der ZZZ sind optimal, können die Infusionen (Chemotherapien) für ambulante Patienten doch ohne Verzug gleich neben den Behandlungsräumen hergestellt werden. Hinsichtlich Sicherheit und Qualität genügt die ZZZ höchsten Ansprüchen, was u.a. die Haltbarkeit der dort hergestellten Medikamente stark verlängert und Kosten senkt. Jede Herstellung wird zusätzlich von einer Apothekerin kontrolliert und kann dank softwaregesteuerter Dokumentation lückenlos zurückverfolgt werden. Durch ein Fenster können Interessierte vom Gang aus in die ZZZ sehen und erhalten einen Einblick in die Arbeit der Fachleute der Spitalapotheke: Zwei Laborantinnen und eine Apothekerin stellen dort Medikamente her. Eine rasche und individuelle Abstimmung auf die Therapien für die gerade anwesenden Patienten ist damit sichergestellt.
Anerkannte Spezialisierung Die Medizinische Onkologie am KSW geniesst den Status einer von der FMH (Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte) anerkannten A-Klinik (=höchsmögliche Kategorie) und steht für die hohe Fachkompetenz der Onkologie am KSW. Die strengen Kriterien der FMH berücksichtigen u.a. die fachliche Qualifikation des Mitarbeiterstabs, die im Hause praktizierten Fachdisziplinen, die spezifische Ausrüstung, aber auch die durch die Anzahl behandelter Patienten belegte Erfahrung.
Chemotherapie – eine von verschiedenen Krebsbehandlungen Die medikamentösen Therapien (zum Beispiel Chemotherapie, zunehmend aber auch Therapien mit Antikörpern und spezifischen Anti-Tumor-Molekülen) behandeln Tumorzellen im ganzen Körper. Sie werden bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen, aber auch in früheren Krankheitsstadien, z.B. nach Operationen, eingesetzt.
Tumorzentrum Winterthur: enge Vernetzung aller Fachspezialisten Die Behandlung von Krebs ist eine interdisziplinäre Aufgabe. Am KSW sind alle Spezialisten im Tumorzentrum Winterthur vernetzt. So erfordert die interdisziplinäre Tumortherapie die Zusammenarbeit verschiedener Spezialistinnen und Spezialisten aus der Abteilung Medizinische Onkologie, der Klinik für Radio-Onkologie sowie aus Spezialdisziplinen der Chirurgie, der Gynäkologie, der Urologie, der interventionellen Radiologie usw. Die Onkologie nutzt u.a. die diagnostischen Methoden der Histologie und der Zytologie (Institut für Pathologie), der Hämatologie und der klinischen Chemie (Zentrale Laboratorien), der Endoskopie (Lunge, Magen, Darm) sowie von Röntgendiagnostik, Ultraschall, MRI, Computertomographie, Nuklearmedizin (Institut für Radiologie) und wird durch weitere Angebote wie die Psychoonkologie ergänzt.