Ellen Vogt

Laborantin
Spitalapotheke
Mein Alltag
Ich stelle täglich individuelle Rezepturen unter anderem für unsere kleinsten Patienten her. Die Qualität steht dabei an absolut höchster Stelle.
Spitalapotheke FENSTER SCHLIESSEN

HERSTELLUNG (SPEZIALPRÄPARATE)

Die Spitalapotheke stellt aseptische, sterile und unsterile Arzneimittel her, die mit wenigen Ausnahmen im Handel nicht erhältlich sind.

 

Aufgrund des „kleinen Schweizer Marktes“ werden für das Spital wichtige Präparate von der pharmazeutischen Industrie vom Markt genommen. Da dies oft auch Arzneimittel für den Notfall und für Kinder betrifft, ist die Herstellung von solchen Präparaten kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

 

Daneben umfasst die Herstellung auch nichtsterile und sterile Rezepturen, die auf den Patienten abgestimmte Formulierungen sind und so eine optimale Therapie erlauben. Folgende Beispiele zeigen dies:

  • niedrig dosierte Kapseln, z.B. für herzkranke Kinder

  • Schmerzmittelkassetten für Tumorpatienten mit spezifischen Mischungen

  • Schmerzmittellösungen für spezifische Schmerzzustände

  • spezifische Augentropfen mit geringer Haltbarkeit, die es nicht im Handel gibt

  • Verschiedene Inhalationslösungen, die eine bestimmte Haltbarkeit erlauben

  • patientenadaptierte Zytostatika-Lösungen für die Krebstherapie

  • dermatologische Präparate, z.B. für bestrahlte Haut in der Radioonkologie

 

Daneben werden auch Reagenzien für die Labors hergestellt, Abfüllungen aus Grossgebinden gemacht und die Entsorgung von Altmedikamenten und Chemikalien durchgeführt.


Die Herstellung ist dabei an die Qualitätsvorgaben vom Gesetz (Heilmittelgesetz) und andererseits an die interne Qualitätskontrolle gebunden. Dies bedeutet, dass z.B. die Räumlichkeiten und Medien zur Herstellung konform sein müssen, jeder Rohstoff analysiert und zur Herstellung freigegeben und jeder Schritt der Herstellung nachvollziehbar und somit dokumentiert sein muss. Diese Auflagen werden in der Regel unterschätzt und sind mit hohen Kosten verbunden, was auch finanziert werden muss.

 

 

Herstellung (Spezialpräparate)

Dr. Ursula Schmid




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